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Februar 2012
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Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung

Eine Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung oder Gesundheitsfragen ist für Menschen mit schweren Vorerkrankungen ein wichtiges Instrument für die Absicherung von Angehörigen. Vor allem Familien mit wirtschaftlich abhängigen Kindern, sollten es nicht versäumen, den bzw. die Ernährer der Familie gegen die finanziellen Folgen eines möglichen Todesfalls abzusichern. Wenigstens für den Hauptverdiener sollte das gelten. Denn im Fall der Fälle ist es oft schwer, ein plötzlich wegfallendes Einkommen zu kompensieren. Vor allem dann, wenn schwerwiegende finanzielle Verpflichtungen bestehen, kann ein Todesfall zur finanziellen Katastrophe werden.

Bestehen zum Beispiel Kreditverpflichtungen für ein Eigenheim, dann kommt es im Regelfall zwangsweise zur Veräußerung der betreffenden Immobilie. Die Lebensumstände würden sich auch für alle nur indirekt betroffenen Personen deutlich verschlechtern. Die Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung kann hier eine Sicherheit bieten.

Um eine entsprechende Absicherung zu schaffen, kann eine Lebensversicherung genutzt werden. Diese Versicherung stellt sicher, dass im Todesfall der versicherten Personen eine festgelegte Summe zur Auszahlung kommt. Dabei ist es möglich, eine Kapital bildende Lebensversicherung oder eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Wird erstere Form gewählt, dann wird ein Teil der Zahlungen angespart und später wieder ausgezahlt. Die Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung hingegen, sichert lediglich den Fall der Fälle ab. Eine spätere Auszahlung von Kapital erfolgt nicht. Aufgrund dieser Konstellation ist diese Form die preislich günstigere. Vor allem junge Familien mit vergleichweise niedrigem Einkommen greifen deshalb auf eine Risikolebensversicherung mit oder ohne Gesundheitsfragen zurück.

Für das Versicherungsunternehmen stellt der Lebensversicherungsvertrag ein Risiko dar. Denn ähnlich wie bei Sachversicherungen kann ein Schaden finanziell größer sein als die eingezahlten Beiträge des Versicherten. Deshalb stellen die meisten Unternehmen bei Abschluss einer Lebensversicherung Gesundheitsfragen. Die von Antragsteller getätigten Angaben dienen zur Risikoeinschätzung und ermöglichen es dem Versicherer, gegebenenfalls individuelle Risikoaufschläge zu verlangen. Auch die Ablehnung eines Antrages ist denkbar. Eine relativ junge Form der Lebensversicherung ist die Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung. Diese ermöglichen es, eine Lebensversicherung ohne lästige Fragen abzuschließen. Auch wenn bereits ernsthafte Erkrankungen bestehen, kann solch ein Vertrag genutzt werden. Allerdings sollte man in solch einem Fall genau prüfen, ob ein Todesfall aufgrund bereits bestehender Beschwerden überhaupt versichert wäre. Denn im Regelfall ist das nicht so. In ihrer Funktionsweise unterscheiden sich Verträge ohne Risikoprüfung jedoch nicht von der herkömmlichen Versicherungsvariante.

Die Vorteile einer Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung und Gesundeheitsfragen liegen vor allem in einer schnellen und unkomplizierten Antragstellung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lebensversicherungen ist der Umfang des nötigen Antrags wesentlich geringer. Allerdings sollte man vor Abschluss auch den Preis mit dem herkömmlicher Risikolebensversicherungen vergleichen. Denn nicht wenige Versicherer preisen das vermeintlich höhere Risiko durch die fehlende Risikoprüfung bei solchen Verträgen ein. Wer eine herkömmliche Lebensversicherung abschließen kann, sollte tendenziell eher auf diese zurückgreifen und die umfangreichere Antragstellung in Kauf nehmen. Für Lebensversicherungen ohne Gesundheitsfragen gilt zudem oftmals eine Wartezeit, in der noch kein vollständiger Versicherungsschutz greift. Verstirbt die versicherte Person innerhalb dieser Zeit, dann würden lediglich die eingezahlten Beiträge und nicht die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt. Eine Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung ist in Regel mit einer Höchstversicherungssumme von bis zu 25 000 € ausgestattet. Diese Summe reicht leider nicht für eine vollständige und langfristge Absicherung einer Familie, kann aber die einzige Möglichkeit sein, den Hinterbliebenenen etwas Kapital zu hinterlassen.